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Dieser saftige Schoko-Kürbis-Cookie ist meine geheime Herbstwaffe. Das ungewöhnliche Duo aus Kürbis und Schokolade ergibt eine brownieartige Textur mit intensivem Schokoladengeschmack, während drei verschiedene Schokoladensorten in jedem Bissen für Überraschung sorgen.
Mein Bruder ist berüchtigt dafür, selbstgebackene Kekse zu verschmähen. Als ich diese Cookies zum Familienessen mitbrachte, verschlang er vier Stück vor dem eigentlichen Essen. Er glaubte mir nicht, dass es sich um ein einfaches Rezept handelte und backt sie jetzt regelmäßig selbst. Seine Frau hält ihn plötzlich für einen Backkünstler – dass er nur dieses eine Rezept beherrscht, bleibt unser Geheimnis.
Zutaten
- Fest gepackter brauner Zucker fügt Feuchtigkeit und einen angenehmen Melassegeschmack hinzu
- Pflanzenöl oder Rapsöl hält die Kekse tagelang weich anders als Butter
- Kürbispüree aus der Dose sorgt für die perfekte Konsistenz und Feuchtigkeit
- Ein großes Ei bei Zimmertemperatur verbindet alle Zutaten optimal
- Vanilleextrakt verstärkt alle anderen Aromen im Teig
- Allzweckmehl bildet die Grundlage der Keksstruktur bitte durch Löffeln abmessen
- Dunkles Kakaopulver liefert intensiven Schokoladengeschmack und tiefe Farbe
- Backpulver und Natron sind wichtige Triebmittel gegen flache oder feste Kekse
- Kürbiskuchengewürz bringt die klassischen Herbstaromen von Zimt Muskatnuss Ingwer und Nelken
- Speisesalz gleicht die Süße aus und verstärkt alle Geschmacksnoten
- Weiße Schokoladenstückchen bieten Süße und Vanillearoma als Kontrast
- Milchschokoladenstückchen sorgen für den klassisch cremigen Schokoladengeschmack
- Dunkle Schokoladenstückchen liefern intensive Bitteraromen als Ausgleich zur Süße
Schritt für Schritt Anleitung
- Vorbereitungen zum Backen
- Heizen Sie den Backofen auf 175 Grad vor und legen Sie ein Backblech mit Silikonmatte oder Backpapier aus. Dies verhindert das Anhaften und erleichtert die Reinigung.
- Feuchte Zutaten vermischen
- In einer großen Schüssel braunen Zucker mit Öl zu einer sandartigen Konsistenz verrühren. Arbeiten Sie gründlich damit sich alles gut verbindet. Kürbispüree Ei und Vanilleextrakt hinzufügen und zu einer gleichmäßigen puddingartig festen Masse verarbeiten.
- Trockene Zutaten vermengen
- In einer separaten mittelgroßen Schüssel Mehl dunkles Kakaopulver Backpulver Natron Kürbisgewürz und Salz gründlich vermischen. Achten Sie darauf alle Klümpchen zu beseitigen besonders beim Kakaopulver da diese später sichtbar bleiben können.
- Alles zusammenbringen
- Die trockenen Zutaten zu den flüssigen geben und nur so lange rühren bis gerade keine trockenen Mehlstreifen mehr sichtbar sind. Übermäßiges Rühren macht die Kekse zäh. Der Teig wird dickflüssig und klebrig sein was völlig normal ist.
- Schokolade hinzufügen
- Alle drei Schokoladensorten mischen und 3 bis 4 Esslöffel für die spätere Dekoration zurücklegen. Den Rest vorsichtig in den Teig einarbeiten. Die verschiedenen Schokoladenarten sollten gleichmäßig verteilt sein für ein ausgewogenes Geschmackserlebnis.
- Formen und Backen
- Teighäufchen mit etwas Abstand auf das Backblech setzen und bei 175°C genau 10 Minuten backen. Die Kekse sind perfekt wenn der Rand fest aber die Mitte noch leicht weich ist. Sie werden beim Abkühlen noch etwas nachgaren.
- Abkühlung und Fertigstellung
- Die Kekse 2 bis 3 Minuten auf dem heißen Backblech ruhen lassen damit die Schokolade leicht anzieht. Dann auf Backpapier legen und solange sie noch warm sind einige der zurückgelegten Schokoladenstückchen auf die Oberseite drücken. Vor dem Servieren 15 bis 20 Minuten vollständig abkühlen lassen.
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Mein erster Versuch endete in einem flachen Desaster, weil ich unbedingt selbst gemachtes Kürbispüree verwenden wollte. Der Hokkaido-Kürbis enthielt so viel Feuchtigkeit, dass meine Kekse zu dünnen Pfannkuchen zerflossen. Seitdem kaufe ich brav Kürbispüree aus der Dose wie jeder vernünftige Mensch. Manchmal ist der einfachere Weg tatsächlich der bessere - besonders beim Backen, wo Konsistenz so wichtig ist.
So präsentierst Du diese Kekse
Diese Cookies machen auf einem Teller gestapelt oder in einem mit herbstlicher Stoffserviette ausgelegten Korb eine wunderbare Figur. Sie passen perfekt zu Halloween-Partys, dem Thanksgiving-Dessertbuffet oder als Mitbringsel für herbstliche Feiern. In durchsichtigen Zellophantüten verpackt werden sie zum festlichen Geschenk. Serviere sie mit heißem Apfelwein für Erwachsene oder kalter Milch für Kinder – ihr Geschmack ist raffiniert genug für jeden Gaumen.
Variationsmöglichkeiten
Für mehr Textur kannst Du gehackte Pekannüsse oder Walnüsse untermengen die wunderbar mit dem Kürbis harmonieren. Butterscotch-Chips anstelle von weißer Schokolade bringen eine karamellige Note ins Spiel. Zimtstückchen verstärken den herbstlichen Charakter während ein Frischkäseguss die Kekse in ein besonderes Dessert verwandelt. Für Kaffeeliebhaber empfehle ich die Mokka-Variante mit etwas Espressopulver im Teig. Getrocknete Cranberries sorgen für fruchtige Säure als Kontrast zur Schokolade. Je nach Anlass kannst Du die Kekse miniaturisieren für Fingerfood oder größer formen für ein bäckereiartiges Erlebnis.
Frisch halten leicht gemacht
In einem luftdichten Behälter bleiben diese Kekse bei Raumtemperatur bis zu fünf Tage saftig und weich. Lege Backpapier zwischen die Schichten um Zusammenkleben zu verhindern. Für längere Lagerung kannst Du sie problemlos bis zu drei Monate einfrieren. Auch der Teig lässt sich hervorragend portionsweise einfrieren – einfach die Teigkugeln auf einem Blech vorfrieren und dann in einem Gefrierbeutel sammeln. Gefrorenen Teig ein bis zwei Minuten länger backen. Vermeide die Lagerung im Kühlschrank da die Kekse dort schneller austrocknen.
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Häufige Fragen zu Rezepten
- → Welche Art Kürbispüree sollte ich verwenden?
Verwenden Sie pures Kürbispüree aus der Dose, nicht Kürbiskuchenfüllung. Dosenpüree sorgt für einen gleichmäßigen Feuchtigkeitsgehalt, während selbstgemachtes Püree zu feucht sein kann und die Kekse möglicherweise zerlaufen lässt.
- → Warum wird dunkles Kakaopulver empfohlen?
Dunkles Kakaopulver sorgt für einen intensiveren, reichhaltigeren Schokoladengeschmack und eine tiefere Farbe als reguläres Kakaopulver. Es macht den Unterschied zwischen schwach schokoladigen und wirklich intensiven Keksen aus.
- → Wie bewahre ich die Kekse am besten auf?
Bewahren Sie die Kekse in einem luftdichten Behälter bei Raumtemperatur auf, wo sie bis zu 5 Tage saftig bleiben. Legen Sie Backpapier zwischen die Schichten, um Zusammenkleben zu vermeiden. Sie können sie auch bis zu 3 Monate einfrieren, aber vermeiden Sie den Kühlschrank, da sie dort austrocknen würden.
- → Kann ich den Teig im Voraus zubereiten?
Ja, der Teig lässt sich hervorragend einfrieren. Portionieren Sie ihn, frieren Sie die Portionen auf einem Blech ein und bewahren Sie sie dann in einem Gefrierbeutel auf. Beim Backen aus dem gefrorenen Zustand verlängern Sie die Backzeit um 1-2 Minuten.
- → Muss ich alle drei Schokoladensorten verwenden?
Nein, Sie können auch nur eine oder zwei Sorten verwenden. Die Kombination aus weißer, Vollmilch- und Zartbitterschokolade bietet zwar ein besonderes Geschmackserlebnis, aber jede Kombination mit insgesamt etwa 2 Tassen Schokoladenstückchen funktioniert gut.
- → Was macht diese Kekse so saftig?
Die Kombination aus Kürbispüree und Öl (anstelle von Butter) hält die Kekse tagelang saftig. Zudem sorgt die kurze Backzeit von nur 10 Minuten dafür, dass sie innen weich bleiben, während die 2-3 minütige Ruhezeit auf dem heißen Blech sie perfekt fertig gart.